Unsere Schüler nutzen sehr gern die Coronapausen zur Meditation. Dabei wird der erforderliche Abstand gewahrt und die Mädchen und Jungen kommen zur inneren Ruhe. Es gibt unterschiedliche Arten von Meditation. Woran wir aber bei dem Wort in der Regel zuerst denken, ist die Zen-Meditation. Beim sogenannten Zazen sitzt man mit geschlossenen Augen über einen bestimmten Zeitraum völlig ruhig, wie auf unserem Bild zu sehen.

Ziel von Zazen ist es, nur den Augenblick wahrzunehmen. Statt alles verstehen zu wollen, geht es bei der Zen-Meditation darum, objektiv auf das Jetzt zu schauen. Konkret bedeutet das: Auch wenn dir während der Praxis etwas vermeintlich Dringendes einfällt, brichst du deshalb nicht ab, sondern erkennst stattdessen diese Tatsache und lässt sie wieder davonziehen. Bei der Zen-Meditation hilft es vor allem Anfängern oft, ganz bewusst zu atmen. Für den Moment sei nur so viel gesagt: Durch die ruhige, tiefe Atmung werden die Organe besser mit Energie versorgt. Nicht zuletzt profitiert von der Meditation also auch die körperliche Gesundheit.
Zen-Meditation beruht übrigens auf einer Lehre aus dem Mahayna-Buddhismus und geht zurück bis in das 6. Jahrhundert. Mit diesem Begriff ist weniger eine Praxis gemeint, die punktuell ausgeführt wird, sondern vielmehr eine Einstellung, die man in jeder Lebenslage anwenden kann: die Aufmerksamkeit auf den Moment, das Denken und Handeln.

Johannes Vesper

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