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Auch in diesem Jahr haben Experten des Zweirad-Centers Stadler in Hammerau wieder die Räder unserer Schülerinnen und Schüler unter die Lupe genommen – und viele Mängel zutage gefördert. Die sollten direkt behoben werden, weil. gerade zu dieser Jahreszeit ein sicheres Rad mit ausreichender Beleuchtung lebenswichtig ist. Wer seine Reparaturen im größten deutschen Zweirad-Center innerhalb der nächsten vier Wochen durchführen lässt, bekommt als „Sicherheitsbonus“ einen zehnprozentigen Sonderrabatt. Hier hat man die Gewähr, dass Fachleute eine umfassende und gründliche Reparatur durchführen. Schließlich sind viele der modernen Hightech-Räder, ausgerüstet mit Scheibenbremsen oder den filigranen Schaltwerken des Weltmarktführers Shimano aus Japan, kaum noch selbst auszuführen.
Als Lukas (13) nach der sechsten Unterrichtsstunde in den Fahrradkeller kommt, entdeckt er einen Zettel auf seinem Gepäckträger. „Das kann doch nicht sein“, stellt der Achtklässler entsetzt fest. Solch eine Mängelliste hatte der Junge nicht erwartet. Schließlich hatte sein Vater das Gefährt nach den Sommerferien erst gründlich gewartet. Wie Lukas erging es vielen unserer Schüler zu Beginn der letzten Woche. Fahrradcheck, das hat etwas von Stegreifaufgabe, nur die Konsequenzen können folgenschwerer sein.
Man muss das Rad nicht neu erfinden, manchmal reicht es schon, wenn man es etwas nachbessert. Das sollte man tun, damit man auf der sicheren Seite ist. Die aktuellen Unfallstatistiken sprechen eine deutliche Sprache. In den vergangenen 12 Jahren sind die Fahrradunfälle um 12 Prozent gestiegen. Dabei ist der Anteil an schweren Radunglücken besonders bei Kindern sehr hoch. Jeder dritte im Straßenverkehr tödlich verunglückte Junge unter 15 Jahren war mit dem Fahrrad unterwegs. „Die Sicherheit unserer Schüler ist uns ein besonderes Anliegen“, so Lehrer Klaus Thielen, zuständig für Sicherheitsfragen im Schulhaus. „Deshalb führen wir jedes Jahr an unserer Schule die `Aktion Fahrrad´ durch.“
„Der Dynamo fehlt“, „das Vorderlicht ist kaputt“, „Reflektoren fehlen“, auch „die Bremsen sind schlecht eingestellt“. Insgesamt sieben Punkte findet Lukas auf seiner Checkliste mit einem Kreuzchen versehen. Der „Fahrrad-TÜV“ in Person von Robert Pfnür und Wiegand Matzdorf hatte einiges zu bemängeln im Radkeller der Knabenrealschule. „Vor allem die Beleuchtung“, so Matzdorf. „Hier haben wir bei vielen Rädern Schwachstellen gefunden.“ Da gelte es unverzüglich nachzubessern, vor allem in dieser Jahreszeit. „Ein Hauptgefahrenpunkt, wenn die Tage kürzer werden“, so Thielen, der selbst seinen Weg zur Schule das ganze Jahr über mit dem Rad zurücklegt. Die Fahrradexperten des größten Zweirad-Centers in Deutschland nahmen die Räder an diesem Vormittag genau unter die Lupe, und wer sie innerhalb von vier Wochen in ihrer Werkstatt reparieren lasse, dem werde ein Sicherheitsbonus in Form eines Sonderrabattes gewährt, so die Zweiradmechaniker.
„Es kommt leider immer wieder vor, dass Schüler unerlaubterweise über den Lehrerparkplatz fahren, um in die Kellerräume des Schulgebäudes zu gelangen“, so Thielen. Nur allzu leicht würden sie dort von Lehrkräften, die mit dem Auto vorfahren, übersehen, zumal wenn sie mit Rädern ohne ausreichende Beleuchtung unterwegs seien. Thielen, als Sicherheitsbeirat der Stadt Freilassing auch kommunalpolitisch in Sicherheitsfragen versiert, ermahnt eindringlich, die Vorgaben des Checks ernst zu nehmen und auf dem Schulweg doppelte Vorsicht walten zu lassen. Gerade dort, wo man Tag für Tag unterwegs sei, lauerten Gefahren, die häufig durch Unachtsamkeit entstünden.
(Johannes Vesper) |