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Die fabelhafte Welt der Anais Pouget Druckbutton anzeigen?

Schüler laufen durch den Raum, lauschen aufmerksam der Musik, springen auf von ihren Plätzen, legen sich Memorykarten auf dem Boden zurecht. Finger schnellen in die Höhe Und immer auch ist „attention“ und „concentration“ gefordert. So gestaltet Anais Pouget auf ihre ganz eigene Art den Unterricht in ihrer Muttersprache. Gekommen ist sie mit dem „France Mobil“, einem „Kulturinstitut auf vier Rädern“. Wer sie miterlebt, erliegt dem Charme französischer Kultur und Sprache auf der Stelle. So erlebten es unsere Sechstklässler der in der letzten Woche.

Wenn man die Referentin des Institut francais de Munich miterlebt, scheint das Erlernen einer Fremdsprache als spielerisch leichte Angelegenheit. Die Zeiten trockenen Vokalbelpaukens scheinen ungefähr soweit weg wie der Tour-de- France- Sieg von Jan Ullrich. Von Grenoble über Marseille nach Straßbourg, Paris, Nantes, St. Tropez bis St. Denis reisen die Schüler der 6 A auf ihrer musikalischen Frankreichtour.  Ganz vorne mit dabei ist, wer genau hinhört – und schnell reagiert.

Fremdsprachenkenntnisse waren nie zuvor so wichtig und nutzbringend wie heute, in Zeiten fortschreitender Globalisierung. Außerdem haben viele Wörter des Französischen  mittlerweile einen festen Platz in unserer Sprache. „Französisch neu und hautnah mit ansprechenden Materialien präsentieren“, das ist das Anliegen von France Mobil, einer Initiative der Kulturabteilung der französischen Botschaft und der Robert Bosch Stiftung.

„Frankreich, seine Sprache und Kultur“, so lautet das Motto der Referenten, die seit 2002 am Steuer ihrer Renault Kangoos durch ganz Deutschland touren. Mit Geschichten, Zeichnungen, Workshops und Spielen, Musik und Literatur wollen sie das Interesse von Schülern aller Schulstufen wecken und „sie für die „fabelhafte Welt der französischen Sprache und Kultur begeistern.“ So Madame Pouget. Das muss sie auch nicht sonderlich betonen, sondern sie setzt es einfach um.

Über 5000 mal machten die Mobile bisher an deutschen Schulen Halt, über eine halbe Million Schüler erlebten dabei eine Kostprobe spielerischen Fremdsprachenunterrichts. „Mousse au chocolat“, Camembert, Croissant oder Baguette. Die Buben warteten in der Aula mit delikaten Vorschlägen rund um die belle cuisine auf. „Et Tiramisu?“ „Pardon madame.“ -  Ein kleiner Fauxpas. – „Merci beaucoup et au revoir,.“ Viel Spaß hat´s gemacht, darin war man sich einig nach diesem Schulvormittag. Ein Besuch in Frankreich? Warum nicht? Vielleicht zur Abschlussfahrt. Und bis dahin könne man ja noch fleißig Französisch lernen, ließen die Sechstklässler frischen Tatendrang erkennen.

 

(J. Vesper)

 
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