| Erste Berufsinformationsmesse „Marktplatz Zukunft“ |
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Simple Picture Slideshow: Could not find folder /home/www/web421/html/images/stories/simpleimagegallery/events/Berufsinfo Unter einem Marktplatz stellt man sich gemeinhin einen Ort vor, wo Waren angeboten und erworben werden. Wirtschaftler schließen das Angebot und die Nachfrage von Rechten und Dienstleitungen mit ein. Die Idee eines Marktplatzes in einem Schulhaus, wie sie sich die Initiatoren der ersten Berufsinformationsmesse in der Knabenrealschule vorstellten, sollte Schülerinnen und Schüler, die einen Ausbildungsplatz suchen oder mehr über ihren Wunschberuf wissen wollen und mögliche Arbeitgeber zusammenführen. Und die jungen Leute, die am letzten Donnerstagnachmittag den Weg dorthin gefunden hatten, bekamen die Gelegenheit, das Tor in ihre berufliche Zukunft mehr als einen Spalt weit aufzustoßen.
Die Bandbreite beruflicher Ausbildungsfelder in professioneller Präsentation zeigte sich äußerst vielfältig und reichte vom Gesundheits- und Krankenpfleger über den Steuerfachangestellten bis hin zum Elektroniker für Betriebstechnik. 29 Ausbildungs-Anbieter waren der Einladung von Schulleiterin Irmengard Schmidtner gefolgt. Elternbeirat und SMV sorgten für das leibliche Wohl der Gäste. Das Organisationsteam mit den Lehrkräften Kerstin Angerer und Jörg Berger unter der Federführung von Wirtschaftslehrerin Ingrid Mayer wollten mit der Berufsinfoveranstaltung im Schulhaus Schülern und ihren Eltern einen umfassenden Einblick in die beruflichen Möglichkeiten der Region vermitteln. „Wir sehen die Veranstaltung als Ergänzung zu den Berufsfindungsprojekten der 9. Klassen,“ so Mayer. Dazu gehörten Bewerbertrainig, Praktika, Berufsinformationsvorträge, der BIZ-Besuch in Traunsstein oder die Betreuung durch Berufsberater Klaus Gottschalk von der Agentur für Arbeit. „Wir können Wege ebnen. Gehen müssen sie die Schüler allein,“ nimmt Mayer die künftigen Berufseinsteiger und ihre Eltern in die Pflicht. „Viele sagen oft, es gehe nichts mehr,“ bescheinigt Gottschalk so manchem Lehrstellensuchenden ein zu geringes Interesse und wenig Selbstvertrauen. Dabei gebe es derzeit doppelt so viele Ausbildungsstellen wie Bewerber. „Das Berchtesgadener Land steht sehr gut da.“ Davon konnte man sich an den einzelnen Ständen überzeugen. Die Präsentationen gefielen durch eingängliche und umfassende Information und persönliche Ansprache. Offene Lehrstellen für das kommende Ausbildungsjahr waren reichlich im Angebot, Mädchen und Buben nutzten die Gelegenheit erste Kontakte zu knüpfen.
Nicht nur die Ausbildungsberufe, sondern auch der Einstieg in das Berufsleben unterwirft sich permanenten Wandlungsprozessen. War früher das klassische Vorstellungsgespräch ein berechenbares Frage- und Antwortspiel, so wird es mittlerweile in vielen Betrieben durch ein so genanntes Assesment-Center ersetzt. „Die Beurteilung eines Bewerbers erfolgt zumeist nach einer Gruppendiskussion, verschiedener Gruppenübungen, einem Rollenspiel oder der Selbstpräsentation vor der Firmenleitung und den Mitbewerbern.“ Michaela Egger, erfahrene AOK-Referentin aus Traunstein, stellt ihren Lebensweg exemplarisch anhand eines Baumes dar. Kreativität, Initiative, Flexibilität, Teamfähigkeit, Stressverhalten, Konfliktfähigkeit – sollte das Assesment die Bahn frei machen für den kommenden Sozialversicherungsfachangestellten, die Fachkräfte für Veranstaltungstechnik, den Steuerfachangestellten oder ihre weibliche Konkurrenz, dann steht dem Aufstieg auf der Karriereleiter nichts im Wege.
„Wir stellen zwei Auszubildende ein“, so Ute Bischof, Teamleiterin der Steuerkanzlei Fricke + Kollegen. Gute Deutschkenntnisse, Textverständnis und der Umgang mit Menschen prägen das Berufsbild. Auch die Stadt Freilassing sei immer auf der Suche nach geeigneten Nachwuchskräften für die Verwaltungsarbeit, so Alois Niedermann, Sachgebietsleiter Personal. Das gelte auch für das Landratsamt. Wer es lieber etwas zünftiger mag, der hat noch in diesem Jahr die Möglichkeit, seine Ausbildung bei McDonalds zu beginnen, als Fachmann oder -frau für Systemgastronomie. „Wir qualifizieren für jeden Wirtschaftsbereich“, so Christian Geistbeck, Chef der Filiale in Freilassing.
Bevor man sich für eine Ausbildung zur Pflegefachkraft oder zum Gesundheits- oder Krankenpfleger entschließt, empfiehlt sich ein Schnupperpraktikum. „Wenn man mal jemandem die Zähne putzten muss, zeigt sich oft schon, ob einem die Arbeit liegt,“ so Angelika Martin, Schulleiterin der Krankenpflegeschule Bad Reichenhall. Wer sich auf eine ganz neues Berufsfeld der Industrie vorwagen möchte, versucht sich als Produktveredler-Textil für Produkte, die im Wetter- und Arbeitsschutz, der Mode, der Freizeit, dem Sport, sowie für medizische und technische Zwecke verwendet werden. „Wir bieten noch zwei offene Stellen,“ so Mag. Andreas Hänsch, zuständig für die Information und Kommunikation der „Trans-Textil GmbH“ in Freilassing.
Die am ersten „Marktplatz Zukunft“ vorgestellten Ausbildungsmöglichkeiten waren derart vielfältig, dass zwei Stunden nicht ausreichten, um einen Überblick zu bekommen. In Zeiten eines rauen Konjunkturklimas bieten Unternehmen und Organisationen der Region Perspektiven, die Jugendliche hoffnungsvoll in ihre berufliche Zukunft blicken lassen können.
Die Teilnehmer am ersten Marktplatz Zukunft in der Knabenrealschule:
Barmer Ersatzkasse - Insula, Berufsfachschule für Altenpflege – Berufsfachschule für Krankenpflege – Straub Outdoorclub – Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG – AOK Bayern, Direktion Bad Reichenhall – Grimm Aerosol Technik GmbH & Co KG - Optik Piller – Steuerkanzlei Fricke + Kollegen – Stadtverwaltung Freilassing – Bundespolizei, Abt. Rosenheim – Bundeswehr – McDonalds Freilassing – Berufsfachschule für Gastronomie Freilassing – Staatliche Berufsschule Freilassing – Agentur für Arbeit Traunstein – Eures Interalp – Stahlwerk Annahütte Max Aicher GmbH – Kur GmbH Bad Reichenhall – Frimo Freilassing GmbH – BGL Tourismus – Topaz Trans Textil – Wiberg GmbH – Elektro Rottler – Rudholzer GmbH, Sondermaschinenbau – Staatliche Berufsschule I Traunstein – Schreinerei Scharf
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