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Lebensmittelpakete für die ärmsten Länder Europas

 
Zwei Pakete Salz, Duschgel, Zahnbürsten oder eine Tüte Spagetti. Wer hierzulande Geschenke dieser Art auf dem weihnachtlichen Gabentisch ablegt, darf allenfalls auf ein mitleidiges Lächeln des Beschenkten hoffen. Was bei uns zum alltäglichen Gebrauch gehört, hat in anderen Ländern – auch solchen auf unserem Kontinent – einen ganz anderen Stellenwert. Alljährlich unterstützt die Aktion „Weihnachtstrucker“mit Geschenkpaketen bedürftige Menschen in armen Regionen Osteuropas. Auch die Knabenrealschule Freilassing beteiligte sich in in diesem Winter. Initiator der Aktion war Religionslehrer Andreas Meier.
 
Die Unterstützung geschieht direkt vor Ort, unbürokratisch und durch Lebensmittelpäckchen, die Kindern und Familien, die unterhalb der Armutsgrenze leben, eine Freude machen und mit dem Nötigsten für den harten Winter versorgen. Bei uns sammeln Privatleute, Firmen und verschiedene Institutionen, um den Hilfskonvoi der Johanniter umfangreich zu bestücken. Viele tausend Menschen folgten im letzten Jahr dem Aufruf des Radiosenders „Antenne Bayern“. 60.000 Päckchen konnten gepackt werden. Vor 15 Jahren rief Angelika Demmerschmidt, wortgewandte Moderatorin der sonntäglichen Sendung „On the road again“, die Aktion ins Leben. Über 3000 Pakete kamen beim ersten Mal zusammen. Für diesen Winter hat sie Miroslav Nemec als Schirmherrn für die Aktion gewonnen. Der bayerische Tatort-Kommissar packte das erste Päckchen, denen viele weitere folgen sollen.
 
Die Johanniter stellten eigens eine Packliste zusammen. Dadurch sollen Schwierigkeiten mit dem Zoll verhindert werden. Außerdem stehen vor Ort gleichwertige Geschenke zur Verfügung. Albanien, Bosnien, Mazedonien und Moldawien – das sind die Länder, die in den Weihnachtsferien von den Truckern angefahren werden.
 
„5 Kinder leben hier mit ihren Eltern auf zehn Quadratmetern, feuchte Wände, ein kleines Fenster, ein Holzofen, eine Couch, ein Bett. Eine dünne Wand trennt das Zimmer vom Kuhstall“. Andreas Jutzi erzählt von seinen bedrückenden Erlebnissen als Fahrer eines Weihnachtstrucks nach Rumänien „Das Elend zwingt uns hinzusehen.“ Während sich das Interesse der Weltöffentlichkeit auf die großen Krisenherde des afrikanischen Kontinents fokussiert, fristen die osteuropäischen Länder ein von der breiten Öffentlichkeit weithin unbemerktes Dasein. Es wird kaum investiert, viele Menschen verlassen ihre Heimat. Ein Viertel der Bevölkerung Moldawiens ist schon ausgewandert. War das Land vor der Unabhängigkeit noch eine der wohlhabendsten Sowjetrepubliken, so gilt es heute als ärmstes Land Europas.
 
Als studierte Ethnologin weiß Angelika Demmerschmidt um die Probleme dieser Region. Umso mehr freut sie sich über den Erfolg ihrer Aktion, die neben den Johannitern auch von den Firmen A.T.U und REWE unterstützt wird. „Ich bin jedes Jahr von der großen Hilfsbereitschaft so vieler Menschen sehr beeindruckt.“ Erstmlas beteiligte sich auch die Knabenrealschule Freilassing. Auf Initaitive von Religionslehrer Andreas Meier gelang es, 55 Pakete für den Laster der Johanniter bereitzustellen..Und für das nächste Jahr haben sich die Buben noch mehr vorgenommen. (Ve)
 
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